21
Jun
2010
Posted by Fußballfan. No Comments
Nach dem zweiten Sieg im zweiten Spiel ist für Chile das Achtelfinale in greifbarer Nähe. Der Gegner aus der Schweiz musste eine knapp Stunde lang in Unterzahl spielen. Das Tor des Nachmittags erzielte Mark Gonzalez, doch der gefährlichste Mann auf dem Platz hieß Khalil Al Ghamdi. Während der Stürmer aus Chile den entscheidenden Treffer beim 1:0-Sieg gegen die Schweiz erzielte, konnte der Schiedsrichter aus Saudi-Arabien eine beeindruckende Bilanz verweisen.
Unzählige Pfiffe, neun Gelbe und eine Rote Karte für den Schweizer Valon Behrami kramte er während der 90 Minuten aus seinen Taschen hervor und hatte damit maßgeblichen Anteil an einem zerfahrenen Spiel im Nelson-Mandela-Bay-Stadion von Port Elizabeth. Auch am einzigen Tor war er nicht unbeteiligt, denn es hätte wegen einer Abseitsstellung nicht zählen dürfen. Somit liegen die Chilenen vor dem letzten Spieltag nun mit sechs Punkten an der Spitze der Gruppe H.
Ein besonders rasanter Spielverlauf war bei dem Aufeinandertreffen zweier gut geordneter Mannschaften ohne überragende Individualisten ohnehin nicht zu erwarten gewesen. Die Schweizer hielten sich wie erwartet an ihre bewährte Taktik, mit der sie schon Spanien überrumpelt hatten: die anderen das Spiel machen lassen und auf Konter lauern. Dabei half Kapitän Alexander Frei mit, der nach seiner überstandenen Sprunggelenksverletzung wieder in der Startelf stand. Doch außer zwei chilenischen Fernschüssen, die Torhüter Diego Benaglio abwehrte, ereignete sich nichts Erwähnenswertes.
Bis Khalil Al Ghamdi in der 31. Minute die Pattsituation jäh durchbrach. Der Unparteiische, bis dahin ohnehin schon sehr zeigefreudig, schickte Behrami mit Rot vom Platz. Der Schweizer hatte innerhalb von fünf Sekunden gleich gegen zwei Gegenspieler mit dem Arm nach hinten ausgekeilt, dennoch war es eine sehr harte Entscheidung, dies als Tätlichkeit auszulegen. Nun musste Ottmar Hitzfelds Mannschaft eine Stunde lang in Unterzahl überstehen. Noch vor der Pause reagierte der Schweizer Trainer und schickte für den wenig defensivbegabten Frei in Tranquillo Barnetta einen weiteren Mittelfeldspieler auf den Platz.
Diese taktische Maßnahme und die kleinlichen Pfiffe des Herrn Al Ghamdi verhinderten auch in der zweiten Halbzeit erfolgreich die Durchführung eines Fußballspiels. Der einzige Spieler, der dem Referee in Sachen Gefährlichkeit nahe kam, war Alexis Sanchez. Schon gegen Ende der ersten Hälfte war Chiles Stürmer aus kurzer Distanz zum Schuss gekommen, hatte den Ball jedoch genau in Benaglios Hände geschoben.
Seine beste Aktion hatte er in der 49. Minute. Sein ausgiebiger Jubel über das vermeintliche Führungstor endete erst, als er darauf hingewiesen wurde, dass er dabei etwa vier Meter im Abseits gestanden hatte. In der 55. Minute stand Sanchez nach einem schweren Fehler des Schweizer Abwehrspielers Stéphane Grichting wieder allein vor Benaglio, doch der Torhüter verhinderte den Rückstand mit einer starken Parade. Nur in der 75. Minute ließen den Schiedsrichter seine Adleraugen im Stich. Chiles Esteban Parades durfte Mark Gonzalez die Vorlage zu seinem Kopfballtor geben, obwohl er zuvor im Abseits gestanden hatte. Danach vergab Paredes – diesmal auf reguläre Weise – noch zweimal das 2:0. Kurz vor Schluss hätte sich das fast gerächt: Eren Derdiyok hatte bei der einzigen Chance der Schweizer das 1:1 auf dem Fuß. Doch der Ball rollte knapp neben dem Pfosten ins Aus.
21
Jun
2010
Posted by Fußballfan. No Comments
Das Auftreten der französischen Nationalmannschaft sorgt für einen Eklat: Spieler und Trainer müssen bei der Sportministerin antanzen und viele französische Fans wollen sogar, dass ihre Mannschaft zurück in die Heimat fährt. Präsident Nicolas Sarkozy hält sich zurück. Doch viele fragen sich: Warum eigentlich das Theater? Ganz einfach: Ein Spieler hat einen Trainer beleidigt – Amüsant, oder? Die französischen Medien haben viel zu berichten und lassen ihrer Ideenvielfalt auf den Titelseiten freien Lauf.
Es waren keine lieben Worte, die in der Kabine der Franzosen gefallen sein sollen, dass berichten Medien. Frankreich blamierte sich gegen Mexiko – Umso schlimmer die bösen Worte in der Halbzeitpause in der Kabine. Die Reaktion des Trainers Raymond Domenech: Nicolas Anelka, einer der wichtigsten Spieler, musste gehen und die Mannschaft verlassen. Die französische Sportzeitung “L’Equipe” weiß, was Anelka angeblich gegenüber Domenech gesagt haben soll: “Va te faire enculer, sale fils de pute” – Übersetzt: “Fick dich in den Arsch, verpiss dich, du Hurensohn”.
Irgendjemand hat geplaudert und dies an die Öffentlichkeit gebracht – Wer, weiß keiner: Die Spieler sind jedoch enttäuscht, denn schließlich muss es ja jemand aus den eigenen Reihen gewesen sein. Ein Zeichen, wie verstritten die französische Elf ist. Und das Volk? Ja, die erst recht, denn die wollen gar kein Fußball mehr und viele fordern sogar, dass die französische Mannschaft nach Hause fahren soll. Die Mannschaft ist zerstritten, die Trainer sauer, die Medien haben viel Arbeit und das Volk versteht die Welt nicht mehr. Domenech`s Elf verweigerte sogar das Training am Sonntag.
Eine Online-Umfrage belegt, dass 80 Prozent der Bevölkerung in Frankreich wollen, dass das Team in der Vorrunde rausfliegt. An der Umfrage beteiligten sich nach Medienangaben um die 60.000 Menschen. Sarkozy hat sich dazu geäußert und mitgeteilt, dass das Verhalten “inakzeptabel” sei, die Arbeit überlässt er seiner Sportministerin. In Deutschland kann den Eklat niemand nachvollziehen – Da haben wir ja was gemeinsam mit den Franzosen.
29
Mai
2010
Posted by Fußballfan. No Comments
Philipp Lahm (26) ist nun ganz offiziell Deutschlands WM-Kapitän! Am Freitagvormittag ernannte Bundestrainer Joachim Löw (50) den Verteidiger des FC Bayern in einem Gespräch unter vier Augen zum DFB-Kapitän. Bastian Schweinsteiger (25) wird sein Stellvertreter. Manuel Neuer (24) wird nun die Nummer 1 im deutschen WM-Tor – vor Tim Wiese und Hans-Jörg Butt (36). Damit machte Löw das offiziell, was die Presse schon am vegangenen Dienstag vermuteten: Lahm, Schweini und Neuer sind unsere WM-Chefs!
Die Entscheidungen teilte Löw den Spielern in der Turm-Suite des Team-Hotels „Weinegg“ mit. Nach dem Frühstück um 8.30 Uhr bestellte der Trainer zuerst Lahm in sein Zimmer. Zusammen mit Co-Trainer Hansi Flick erklärte er Lahm, was er von ihm als Kapitän erwartet. Löw: „Der Kapitän muss integrativ und kommunikativ innerhalb der Mannschaft sein. Er hat ein offenes Ohr für die Probleme anderer, redet viel mit dem Trainerteam, bringt sich sehr gut ein.“ Fünf Minuten später ist der kleine Lahm (1,70 m) der größte im deutschen Team.
Lahm sagte: „Es freut mich, dass ich das Vertrauen habe. Unsere Zusammenarbeit war in den vergangenen zwei, drei Jahren schon sehr gut und eng. Ich bin stolz, Kapitän der deutschen Nationalmannschaft zu sein.“ Auch Joachim Löw glaubt fest daran, dass Lahm Ballacks Rolle als Mannschaftsführer einnehmen kann. Der Bundestrainer meinte: „Philipp hat Routine, kann Dinge auf dem Platz umsetzen und äußert immer seine Meinung.“ Jochim Löw vertraut Lahm – und der neue Kapitän ist ziemlich stolz auf seine neue Rolle.
Nach Philipp Lahm mussten dann die Ersatz-Keeper Tim Wiese und Hans-Jörg Butt bei Jogi Löw antreten. Der Bundestrainer machte ihnen klar, dass es für sie bei der WM in Südafrika nur einen Platz auf der Bank geben wird und Manuel Neuer als Nummer 1 im Tor stehen soll. Joachim Löw kommentierte: „Natürlich waren beide enttäuscht, jeder Profi will spielen. Aber sie können professionell damit umgehen. Ich habe ihnen auch gesagt, welche Rolle ich von ihnen erwarte.“
19
Mai
2010
Posted by Fußballfan. No Comments
Ein Schock für die deutsche Nationalmannschaft und ganz Deutschland! Michael Ballack wird nicht an der WM 2010 in Südafrika teilnehmen.Eine Kernspintomographie am letzten Montag kam zu diesem Ergebnis. Der 33-Jährige Spieler des FC Chelsea leidet an einem Riss des Innenbandes und einem Teilriss der Syndesmose im rechten oberen Sprunggelenk.
Das rechte Sprunggelenk wird für circa vier Wochen in einem Gipsverband ruhig gestellt werden müssen, danach wird eine weitere Ruhigstellung durch einen Spezialschuh erfolgen. Nach der aktuellen Diagnose vom deutschen Mannschaftsarzt Dr. Müller-Wohlfahrt kann jedoch mit einer völligen Heilung der Verletzung gerechnet werden. Wieder aktiv Fußball spielen wird Ballack allerdings frühestens in acht Wochen können. “Wenn man so eine Diagnose zwei, drei Wochen vor einer WM bekommt, dann ist man natürlich enttäuscht”, meinte Ballack am Montagmittag. “Das ist die bitterste Verletzung meiner Karriere. Aber was soll ich machen? Ich muss damit leben.”
Der Nationalspieler Ballack mit knapp 100 Einsätzen als Nationalspieler wurde schon am Sonntagabend nach Absprache mit den Medizinern des FC Chelsea und Dr. Müller-Wohlfahrt nach München geflogen. Die Verletzung hatte sich Michael Ballack am letzten Samstag im FA-Cup-Finale mit dem FC Chelsea gegen den FC Portsmouth nach einem schweren Foul des gebürtigen Berliners Kevin-Prince Boateng zugezogen. Boateng hat für das Foulspiel nur die gelbe Karte erhalten.
“Was soll ich jetzt zu Kevin-Prince Boateng sagen? Natürlich bin ich sauer”, kommentierte Ballack.
8
Mai
2010
Posted by Fußballfan. 4 Comments
Bundestrainer Joachim Löw hat den vorläufigen deutschen WM-Kader bekanntgegeben. Hier erfahren Sie, welche Spieler zur WM 2010 nach Südafrika fahren dürfen.
Tor
- Manuel Neuer (Schalke 04, 24 Jahre/2 Länderspiele)
- Tim Wiese (Werder Bremen, 28/2)
- Jörg Butt (Bayern München, 35/3)
Abwehr
- Philipp Lahm (Bayern München, 26/64)
- Per Mertesacker (Werder Bremen, 25/60)
- Serdar Tasci (VfB Stuttgart, 23/10)
- Heiko Westermann (Schalke 04, 26/17)
- Dennis Aogo (Hamburger SV, 23/0)
- Holger Badstuber (Bayern München, 21/0)
- Andreas Beck (1899 Hoffenheim, 23/6)
- Jerome Boateng (Hamburger SV, 21/3)
- Arne Friedrich (Hertha BSC, 30/69)
- Marcell Jansen (Hamburger SV, 24/30)
Mittelfeld
- Michael Ballack (FC Chelsea, 33/98)
- Marko Marin (Werder Bremen, 21/7)
- Mesut Özil (Werder Bremen, 21/8)
- Bastian Schweinsteiger (Bayern München, 25/73)
- Sami Khedira (VfB Stuttgart, 23/2)
- Toni Kroos (Bayer Leverkusen, 20/1)
- Christian Träsch (VfB Stuttgart, 22/1)
- Piotr Trochwoski (Hamburger SV, 26/28)
Angriff
- Miroslav Klose (Bayern München, 31/94)
- Thomas Müller (Bayern München, 20/1)
- Lukas Podolski (1. FC Köln, 24/70)
- Cacau (VfB Stuttgart, 29/5)
- Mario Gomez (Bayern München, 24/32)
- Stefan Kießling (Bayer Leverkusen, 26/3)
5
Mai
2010
Posted by Fußballfan. No Comments
Der Schalker Stürmer Kuranyi fährt nicht mit zur WM nach Südafrika. Lange wurde spekuliert und immer wieder gab es Gerüchte über die WM-Teilnahme von Kevin Kuranyi. Heute haben der DFB und Joachim Löw ihre Entscheidung bekanntgegeben.
Bundestrainer Jogi Löw verzichtet auf die Nominierung des erfolgreichen Schalker Stürmers Kevin Kuranyi für den Kader der deutschen Nationalmannschaft für die WM 2010 in Südafrika vom 11. bis 11. Juli. Dies hat der DFB am Montag offiziell bekanntgegeben. “Der disziplinarische Vorfall im Oktober 2008 hat für mich letztlich keine Rolle mehr gespielt”, kommentierte Löw seine Entscheidung. “Denn es wäre für uns kein Problem gewesen, ihm trotzdem in der Nationalmannschaft eine neue Chance zu geben.” Der 28-Jährige Top-Stürmer hat in dieser Saison für Schalke 04 bisher 18 Bundesligatore erzielt.
5
Mai
2010
Posted by Fußballfan. No Comments
Die Entscheidung von Bundescoach Jog Löw steht fest: er wird den 35-jährigen Keeper Jörg Butt mit zur WM 2010 in Südafrika nehmen.
Rene Adler wird sich einer Rippen-Operation unterziehen müssen, daher nimmt Bundestrainer Joachim Löw Jörg Butt als dritten Torwart mit. Somit ist das vielspekulierte Comeback von Jens Lehmann ausgeschlossen. Soviel ist also klar: neben Manuel Neuer (Schalke 04) und Tim Wiese (Werder Bremen) wird Jörg Butt als dritter Goal-Keeper mit zur WM 2010 in Südafrika fahren.
Für Jörg Butt ist es keine WM-Premiere, bereits zur WM 2002 in Südkorea war er dritter Mann nach Oliver Kahn und Jens Lehmann. Dreimal hat er bereits Tor der deutschen Nationalelf gestanden und kommt somit auf 135 Minuten Spielzeit für die deutsche Nationalelf.
Mit Bayern kann Butt noch drei Erfolge für sich verbuchen. Am kommenden Samstag geht die Bundesliga zu ende und Butt kann dann die Meisterschale in die höhe halten. Übernächste Woche könnte er dann an der gleichen Stelle den DFB-Pokal hoch halten. Dann kommt noch das Champions League Finale in Madrid, auch hier könnte er mit Bayern am 22.05.2010 den Titel holen.
5
Mai
2010
Posted by Fußballfan. No Comments
In fünf Wochen beginnt die Fußball-WM 2010 in Südafrika (vom 11. Juni bis zum 11. Juli) und bereits 90 Prozent der Karten sind verkauft. Angaben des Organisationskomitees zufolge sind derzeit noch weniger als 300.000 Tickets zum Verkauf verfügbar. Alle Spiele in Johannesburg, darunter das Spiel zur Eröffnung und das Finale, und auch in Pretoria sind schon jetzt ausverkauft. Für Begegnungen in Polokwane, Port Elizabeth und Nelspruit gibt es noch Karten.
Das zu Anfang große Interesse der Südafrikaner an der letzten Phase des Ticketverkaufs hat jedoch nachgelassen: Nachdem an den ersten drei Tagen über 130.000 Tickets verkauft wurden, gehören lange Schlangen an den Schaltern inzwischen der Vergangenheit an. Seit Ende April ist es einheimischen Fans ohne großen bürokratischen Aufwand möglich, Karten sofort zu erwerben und bar zu bezahlen.
26
Apr
2010
Posted by Fußballfan. 1 Comment
Anfang Mai nominiert Joachim Löw die Spieler, welche zur WM 2010 mitfahren. Welche Spieler dürfen mit nach Südafrika? Unsere Spieler-Analyse zur WM 2010: potentielle Kandidaten für den Sturm der deutschen Nationalmannschaft.
Mario Gomez (1. FC Bayern München): Gomez wird am 10. Juli 2010 25 – und wäre dann noch gerne im Süden Afrikas, wo einen Tag darauf das WM-Endspiel stattfindet. Beim 1. FC Bayern sitzt er trotz einiger Tore immer wieder auf der Bank. Wird ihm dieses Schicksal auch bei der WM 2010 drohen?
Stefan Kießling (Bayer Leverkusen): Der Leverkusener Stürmer spielt eine super Saison. Stefan Kießling ist torgefährlich, trifft aus fast jeder Lage, ein Stürmer mit Instinkt. In der Nationalelf wurde er bisher aber kaum eingesetzt. Als Teamplaye onnte er sich dadurch noch nicht beweisen.
Cacau (VfB Stuttgart): Der Brasilianer dürfte über die Joker-Rolle im National-Team des DFB nicht hinauskommen. In der Bundesliga präsentiert er sich durchaus torgefährlich und mit starken Leistungen – nach fünf Länderspielen wartet er jedoch auf einen Treffer im internationalen Kontext.
Miroslav Klose (1. FC Bayern München): Der münchner Stürmer erlebt bei den Bayern keine wirklich gute Saison. Nach schwachen Leistungn in Serie ist der 31-Jährige bei Louis van Gaal meist nur auf der Bank. Er schoss Deutschland mit seinem 1:0 gegen Russland zur WM 2010. Jogi Löw vergisst das nicht und nimmt Klose schon allein deswegen mit. Unsicher jedoch, ob als Stammspieler oder auf der Bank.
Lukas Podolski (1. FC Köln): Der Kölner kommt nach seiner Rückkehr an den Rhein einfach nicht in Fahrt. Auch in der Nationalelf fehlt „Poldi“ seine Unbekümmertheit, welche ihn zum neunmaligen Torschützen des Monats machte. Im Sturm eher mit Außenseiterchancen, könnte er jedoch in Südafrika im linken offensiven Mittelfeld aufwarten.
26
Apr
2010
Posted by Fußballfan. No Comments
Torwarttitan Oliver Kahn hat sich gegen das mögliche Comeback von Jens Lehmann im Tor der Nationalelf bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika ausgesprochen. “Ich weiß nicht, ob Jens der Typ ist, der sich unterordnen könnte und mit der Rolle als Nummer 3 zufrieden wäre. So wie ich ihn kenne, würde der Ehrgeiz wieder mit durchgehen”, kommentierte Kahn.
Sollte der von Jogi Löw als Stammtorwart eingeplante René Adler wegen eines am vorletzten Spieltag erlittenen Rippenbruchs in Stuttgart für die WM 2010 ausfallen, empfiehlt Kahn dem Bundescoach den Einsatz eines der bestehenden Adler-Stellvertreter. “Dann muss sich Löw zwischen Manuel Neuer und Tim Wiese entscheiden”, meinte der ehemalige Torwart des FC Bayern München.
Oliver Kahn traut sowohl dem Bremer Wiese als auch dem Schalker Neuer zu, im Fall des Falles als Ersatz für Adler in Frage zu kommen. “Viele Spieler, welche ins kalte Wasser geworfen wurden, haben schnell schwimmen gelernt”, sagte Oliver Kahn. Die Besetzung des Postens der Nummer 3 nannte Kahn eine Philosophie-Frage – die Alternative liegt in der Entscheidung zwischen einem Routinier oder einem aufstrebenden Torwart mit Erfahrung. Für Oliver Kahn kommen daher 3 Kandidaten in die engere Wahl: “Roman Weidenfeller, Jörg Butt und auch Frank Rost, der seit Jahren gute Leistungen bringt.”
Grundsätzlich spricht sich Kahn dafür aus, sich in der Torwartfrage frühzeitig auf eine Nummer 1 und einen Stellvertreter festzulegen. “Ich hoffe, dass wir auf dieser Position endlich mal wieder eine Konstanz bekommen wie mit mir, van der Sar, Iker Casillas oder Petr Cech, wo man wirklich eine klare Nummer 1 hat”, meinte er. In seiner 11jährigen Karriere in der DFB-Auswahl (von 1995 bis 2006) war Kahn die letzten acht Jahre bis zur WM 2006 der unumstrittene Stammtorhüter Deutschlands gewesen.